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Geschützte Wohngruppe

Warum eine Geschützte Wohngruppe?
Das Eingliedern und Betreuen von dementen, aber körperlich noch recht vitalen Bewohnerinnen und Bewohnern in die Strukturen der allgemeinen Pflegeabteilungen ist sehr schwierig und für alle Beteiligten sehr unbefriedigend.
Die übrigen Bewohner werden durch verwirrte Mitbewohnerinnen und -Bewohner gestört. Die verwirrten Menschen wiederum fühlen sich unverstanden und reagieren nervös, unruhig und manchmal auch aggressiv. Eine angepasste und förderliche Betreuung von Bewohnern mit einer Altersdemenz ist in den herkömmlichen Strukturen des Pflegeheims schwer möglich. Der zeitliche Aufwand für die Betreuung konzentriert sich dort stark auf die körperlich behinderten Bewohner, sodass für die verwirrten Menschen nicht die notwendige Unterstüzung und Begleitung gegeben werden kann. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, eine spezialisierte Abteilung für demente Bewohner einzurichten. Unser Ziel ist es, die persönliche Identität der Bewohner zu erhalten oder zu fördern und ihnen eine Umgebung und Betreuung zu bieten, in der sie sich wohl und geborgen fühlen.
Einzelzimmer
Die Geschützte Wohngruppe verfügt über 14 Betreuungsplätze.
Zielgruppe
In der Geschützten Wohngruppe werden demente Bewohner aufgenommen, die auf den Pflegeabteilungen zu wenig Orientierungs- und Sinnfindungshilfe erhalten. Die Bewohner sind noch mobil oder können mit einem Gehvelo kurze Strecken laufen.
Die betreffenden Bewohner müssen in die bestehende Gruppe integriert werden können. Die Mitbewohner der Wohngruppe sollten durch ihr Verhalten nicht zu stark gestört, oder beunruhigt werden. Beim Wechsel von einer allgemeinen Pflegestation in die Tagesstätte werden die Angehörigen vorgängig informiert und ihr Einverständnis eingeholt.
Angehörige und Besucher
In unserer Geschützten Wohngruppe sind Angehörige und Besucher herzlich willkommen. Mit beispielsweise regelmässigen Spaziergängen könnten sie einen wertvollen Beitrag zum Wohlbefinden unserer Bewohner beitragen.
Eine gute Zusammenarbeit mit den Anghörigen ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir sind gerne bereit, den Angehörigen zu helfen, Umgangs- und Verhaltensformen zu suchen, die ihnen den Umgang mit den Dementen erleichtern.
Es besteht auch die Möglichkeit, dass Bewohner von extern betreut werden können. Für externe Bewohner gelten dieselben Kriterien wie für die Betagten vom Pflegeheim. Zusätzlich wird ein ärztliches Zeugnis von einem Facharzt benötigt, in dem bestätigt wird, dass eine Betreuung in der Tagesstätte als sinnvoll scheint.
In Zusammenarbeit mit dem zuständigen Arzt, der verantwortlichen Abteilungsleitung, Angehörigen und eventuell Spezialisten werden therapeutische Indikationen eingeleitet und überwacht.